E-Bikes mit Hybridtechnik

E-Bikes mit Hybridtechnik

Ein Pkw mit Energierückgewinnung und unterstützendem Elektro-Antrieb ist schon lange nichts Besonderes mehr. Selbst reguläre Modelle, die nicht über eine Hybridbatterie verfügen, können Energie im kleineren Umfang zurückgewinnen. Nun soll die fortschrittliche Technik auch bei Fahrrädern angewandt werden.

Fahrräder der neuen Generation

Ein hochwertiges Pedelec ist der Traum vieler Radfahrer. Einer der europäischen Marktführer auf dem E-Bike-Sektor hat eine neue Software entwickelt, mit der die Batterie der elektronisch unterstützten Fahrräder, ähnlich wie bei den Hybrid-Autos, beim Verzögern automatisch aufgeladen wird. Eine weitere Verbesserung der Bikes ist ein Geschwindigkeitsregler, der im Prinzip wie der Tempomat im Pkw funktioniert. Auch ältere Modelle können nach den Angaben der Entwickler mit der neuen Technologie ausgestattet werden. Die Batterien der Fahrräder werden durch die beim Bremsen entstehende Energie wieder aufgeladen, was dafür sorgt, dass sich die Reichweite der neuen E-Bikes signifikant vergrößert. Beim Leerlauf kann übrigens ebenfalls Antriebsenergie generiert werden. Neben dieser praktischen Rückgewinnungstechnologie gibt es noch zwei weitere Software-Neuerungen: Zum einen bringt das sogenannte “Power Modul” Vorteile bei Fahrten in hügeligen Regionen, weil sie den Fahrer bei Steigungen ganz automatisch mit zusätzlicher Leistung versorgt. Bei dieser neuartigen Zusatzversorgung wird sowohl der Motor als auch der Energiespeicher in keinster Weise überlastet – dafür sorgt eine intelligente Steuereinheit. Die dritte Neuerung ist die “Comfort Cruise Control”. Im dichten, innerstädtischen Verkehr kann man die maximale Höchstgeschwindigkeit durch dieses Software-Element ganz einfach nach unten drosseln.

Was für E-Bikes gibt es überhaupt?

Elektro Fahrräder in großer Auswahl gibt es mittlerweile überall zu kaufen. Falls man sich noch nicht genauer mit den E-Bikes auseinandergesetzt hat, wird man vielleicht gar nicht wissen, dass es ganz unterschiedliche Modelle mit verschiedenartiger Motorunterstützung gibt. Für welche Variante man sich letztendlich entscheidet ist auch davon abhängig, welche Zusatzleistung man von einem Elektrorad erwartet. Die Fahrräder, die lediglich über eine limitierte Tretunterstützung verfügen, nennt man Pedelecs. Die Energie, die den Fahrer beim Treten unterstützt, liefert ein moderner Akkumulator. Die nächste Stufe sind jene Räder, die mit unlimitierter Tretunterstützung aufwarten. Diese Elektroräder nennt man auch schnelle Pedelecs. Andere Fahrräder verfügen über einen tretunabhängigen Zusatzantrieb, der gleichbleibend Zusatzenergie liefert, egal wie stark man in die Pedalen tritt. Diese Vehikel fallen in Deutschland unter den gesetzlich definierten Begriff des „Kleinkraftrades“ und dürfen gemäß einer festgelegten Einschränkung bis zu 45 Stundenkilometer schnell werden.

Alle Räder, bei denen der klassische Tretantrieb komplett wegfällt, fallen eigentlich nur noch bedingt in die Kategorie „Fahrrad“. Aus diesem Grund werden diese Fortbewegungsmittel häufig auch als E-Roller oder E-Scooter bezeichnet. Vor dem Kauf eines E-Bikes muss man sich also im Klaren darüber sein, wie groß die gewünschte eigene Kraftanstrengung sein soll.

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