Jens Voigt wurde 1971 in Grevesmühlen geboren und ist ein deutscher Radrennprofi. In der Jugend fuhr er zusammen mit Jan Ullrich. 1994 gewann er als Amateur die internationale Friedensfahrt. Seine Profikarriere begann er 1997 bei der Australien-Mannschaft ZVVZ-GIANT-AIS. 1998 wechselte er zum französischen Radsportteam Crédit Agricole. Hier etablierte sich Jens Voigt als Allrounder. Voigt fährt seit 2004 für das Bjarne Riis-Team. Bis 2009 hieß das Team CSC. Nach dem Sponsorwechsel wurde es in Team Saxo Bank umbenannt.
Jens Voigt ist hier auch erfolgreich. 1999, 2004, 2007, 2008 sowie 2009 konnte er einen Sieg beim zweitägigen französischen Etappenrennen Critérium International verbuchen. 2000, 2001 sowie 2004 siegte er bei der Etappen-Bayern-Rundfahrt. 2001 gewann Jens Voigt das Zeitfahren beim Grand Prix des Nations. 2005 belegte er den 2. Platz beim Radrennen Lüttich?Bastogne?Lüttich. Mit dem Sieg der Deutschland Tour 2006 feierte er den größten Erfolg. Hier gewann er 3 von 8 Etappen, darunter eine Bergetappe und ein Zeitfahren. Jens Voigt konnte die Deutschland-Tour als 1. Fahrer zweimal gewinnen.
Mit 53 Profisiegen ist Jens Voigt einer der besten Profis von Deutschland der 2000-er Jahre. Bis 2007 war er Verband-Sprecher der Radrennprofis Cyclistes Professionels Associés. Der großen Öffentlichkeit wurde Voigt durch seine Tour de France- Leistungen durch offensive Fahrweise. Er versuchte regelmäßig durch Attacken eine Etappe zu gewinnen. Dies ist zwar nicht immer gelungen, doch lieben die Radsportfans seine attraktive Fahrweise. 2005 und 2006 wählten ihn die Leser vom “Radsport-Magazin zum “Radsportler des Jahres”. 2001 holte sich Jens Voigt bei der Tour de France nach vielen Versuchen in den vergangenen Jahren seinen 1. Etappensieg und durfte als Führender der Gesamtwertung einen Tag das Gelbe Trikot tragen. 2004 fuhr Jens Voigt die Tour de France für das Dänemark-Team CSC. 2005 erreichte er den dritten Platz bei der Tour de France (Neunte Etappe).
2006 gewann Voigt die 13. Etappe der Tour de France, ein paar Wochen später auf der Deutschland Tour die 2. Etappe. 2007 überzeugte Voigt bei der Deutschland Tour erneut. 2008 entschied er bei der Polen-Rundfahrt die Gesamtwertung für sich. Bei der Tour de France 2009 stürzte er und brach sich das Jochbein. Kieferbruch und Gehirnerschütterung waren Begleiterscheinungen. 48 Tage nach seinem Sturz feierte Jens Voigt bereits sein Comeback bei der Tour of Missoury. 2010 kam Voigt bei der 3. Etappe als 4. ins Ziel und durfte das Gelbe Trikot tragen. Das Rennen beendete er als bester Fahrer Deutschlands mit dem 6. Platz.