Rolf Aldag ist 1968 in Beckum geboren. Er ist ein ehemaliger deutscher Profiradrennfahrer. Als Amateur konnte er einige Erfolge verbuchen wie 1989 und 1990 WM-Dritter und WM-Fünfter mit dem Straßenvierer. 1991 wechselte Aldag von seiner Amateurmannschaft RC Olympia Dortmund in das Profilager. Seine Profikarriere begann 1991 beim Helvetia-Team. 1993 wechselte er zum Telekom-Team. Seine Teamkollegen waren Jan Ullrich und Erik Zabel, mit denen er viele große Rundfahrten fuhr. An der Tour de France nahm er 10 mal teil.
Beim Radrennen Vuelta a España startete er sechs mal, beim zweitwichtigsten Etappen-Radrennen der Welt, Giro d’Italia, einmal. 1997 war Rolf Aldag Mitglied der Tour de France-Mannschaft des Telekom-Teams. 2003 fuhr er bei der Tour de France auf der 7. Etappe ein grandioses Rennen und wurde Zweitplazierter hinter Richard Virenque. Rolf Aldag ist ein tempoharter und sehr vielseitiger Fahrer. Auf der Bahn ist er auch erfolgreich. Er gewann mehrfach die 6-Tage-Rennen in Dortmund. 2003 entstand bei der Tour de France “Höllentour“, ein Dokumentarfilm, bei welchem Rolf Aldag von Regisseur Pepe Danquart auf der Rundfahrt begleitet wird. Rolf Aldag zeichnete als Profi sein diszipliniertes und abgeklärtes Verhältnis zu seinem Rennfahrerberuf aus. Zuletzt war er der Fahrer des Teams T-Mobile. 2005 kündigte Aldag auf einer Pressekonferenz das Ende seiner aktiven Radsportlerprofikarriere nach Saisonablauf an. Das letzte Straßenrennen fuhr Rolf Aldag mit der italienischen Lombardei-Rundfahrt. Einige Monate nach dem Karriereende lief Aldag 2006 beim Marathon in Hamburg.
2005 und 2006 war er während der Tour de France Experte und Co-Kommentator für das ZDF. In seinen Kommentare und Beiträge vermittelte er sein Fachwisssen verständlich. Mit den Analysen erläuterte er Ziele und Absichten der Fahrer und Mannschaften und lag oft mit den Vorhersagen über den Verlauf des Rennens richtig. 2006 wurde Aldag zum Sportdirektor des Telekom-Teams. 2007 offenbarte er, dass er viele Jahre gedopt und die Öffentlichkeit belogen hat. Bob Stapleton, der Teammanager kündigte an, dass Rolf Aldag als Sportlicher Leiter weiter arbeiten darf.